Räuchern – Holzchips oder Holzstücke?


Beim Räuchern stellt sich häufig die Frage, ob Holzchips oder Holzstücke genutzt werden sollen. Beide Varianten sind an sich gleich gut geeignet, der Unterschied besteht in der Brenndauer. Die kleineren Holzchips verbrennen nur schneller als die größeren Holzstücke.
Deshalb ist entscheidend, wie lange der Räuchervorgang dauern soll. Für kurzes Räuchern von bis zu 20 Minuten sind ein bis zwei Handvoll Räucherchips eine geeignete Wahl, da die Geschwindigkeit, mit der die Chips verbrennen hierbei eine unbedeutende Rolle spielt.Möchten Sie dagegen einen Räuchervorgang über einen längeren Zeitraum von einer bis mehreren Stunden realisieren, eignen sich Holzstücke besser. Die genaue Brenndauer ist natürlich abhängig von der Größe der Holzstücke und der Menge an Luft, die in den Grill oder die Räucherkammer gelangt.

Unabhängig davon, ob Sie Holzchips oder Holzstücke verwenden, ist das ausreichende Wässern der Rauchhölzer von mindestens 30 Minuten vor der Nutzung notwendig. Dadurch wird nicht nur die Brenndauer erhöht, sondern das Holz glimmt, anstatt zu brennen, was sich positiv auf den Rauchgeschmack auswirkt. Wichtig ist, dass das Holz nach dem Wässern gut abgetropft wird, damit es das Feuer nicht löscht, wenn es auf die Glut gegeben wird.

Ausgeuschte Angebote dinden Sie bei Rauch- und Grillhölzer.

Quelle By BBQTop on 7. September 2010 in Barbecue Wissen

Dazu empfehlen wir

2005 Cuvée Quetton Cuvée Quetton

Château de L’Engarran aus Südfrankreich

Château de L‘Engarrans Flaggschiff aus 80% Syrah, 10% Carignan, 7% Grenache und 3% Mourvedre erhält seinen besonderen Reiz durch den 18monatigen Ausbau, der teils im Tank, teils im Faß stattfindet. Während dieser Zeit balanciert man ihn in eine möglichst optimale Harmonie zwischen den Tanninen des Weins und denen, die die Eiche einbringt mit immer wieder verblüffend gelungenem Ergebnis. Im Glas verwöhnt tiefe Schwarzkirsche das Auge, die Nase wird verwöhnt von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren. Diese Vielfalt setzt sich am Gaumen fort, hinzu kommen Gewürznoten wie Pfeffer, aber auch schwarzer Kakao und Eukalyptus, unterstützt von und eingebunden in elegante edle Tannine. Allein schon wegen dieses Weines ist l Engarran eine Entdeckung.



Top, Flop und Klassiker zu Ostern


Weine im kritischen Prost

Von MARTIN S. LAMBECK

2009 Poggio delle Regine RossoTop: 2009 Poggio delle Regine Rosso

Foto: PR

Top: Zum Osterlamm serviere ich diesmal einen italienischen Rotwein aus der Region Umbrien, den 2009 Poggio delle Regine Rosso.

Dieser Bursche besteht hauptsächlich aus den Rebsorten Sangiovese, Syrah und Merlot. Ohne Dekantieren mit etwa 14 Grad Celsius ins große Bordeaux-Glas gegeben entfaltet der Poggio delle Regine sofort in der Nase eine herbe Frische. Am Gaumen zeigen sich Schwarzkirsche, Schlehe, etwas Kaffee und ein Hauch Marzipan.

Der Preis dieses Weines ist erfreulich: nur 6,50 Euro. Da schmeckt unser Umbrier aber nach weitaus mehr Geld!

Zu diesem sauberen Rotwein gibt‘s die klassische Lammkeule mit Kräutern der Provence, Rosmarin-Jus und einem Ratatouille.

2009 Poggio delle Regine Rosso. 6,50 Euro pro Flasche. Versand durch: Victoria Weine, Seegartenstraße 4, 97980 Bad Mergentheim. Tel.: 07931/56 34 11, Fax: 07931/56 34 13.

2008 Sangiovese Colli MartaniFlop: 2008 Sangiovese Colli Martani

Foto: PR

Flop: Eines vorweg: In manchen Bio-Märkten finde ich inzwischen teure, aber sehr gute Weine. Oft jedoch erlebe ich beim Verkosten Enttäuschungen wie jene mit dem 2008 Sangiovese von Di Filippo.

Der Biowein mit der Regionalbezeichnung Colli Martani läuft mir in einem sehr guten Bio-Fachmarkt über den Weg. Bei knapp 7 Euro wittere ich zunächst eine Top-Empfehlung. Im Glas erweist sich diese Ahnung als typischer Fall von Denkste: Der Wein kommt tranig-stumpf daher, dann folgt ein leicht stechender Säureton, der ein Hinweis auf überreifes Lesegut sein könnte.

Das etwas zu intensive Balsamico-Aroma des Sangiovese unterstützt diesen Eindruck. Aus diesem Wein könnte schneller Essig werden, als dem Käufer lieb ist.

2008 Sangiovese Colli Martani. 6,99 Euro pro Flasche. In den Weinabteilungen von Bio-Fachmärkten der Premium-Klasse.

2009 Sonnenberg Spätburgunder trocken, Großes GewächsDer Klassiker: 2009 Sonnenberg Spätburgunder trocken, Großes Gewächs

Foto: PR

Der Klassiker: Der Oster-Klassiker kommt aus Deutschland! Ist vom Anbaugebiet Ahr die Rede, dann fallen sofort große Namen wie Meyer-Näkel und Deutzerhof. Für mich zählt Kreuzberg mit zu den bedeutenden Weingütern eines Anbaugebietes, von dem Ende der 80er-Jahre die Rotwein-Revolution in Deutschland ihren Anfang nahm. Der 2009 Sonnenberg Spätburgunder trocken, Großes Gewächs, von Ludwig Kreuzberg ist noch so gewaltig und so jung, dass ich ihn für etwa eine Stunde in die Karaffe dekantiere. Dann erschließt sich wenigstens ein Teil dieses tiefgründigen, sehr animalischen Weines.

Das Aromenspektrum zeigt Pflaume, Brombeere, erste Anzeichen von Cassis und Gruft. In ein paar Jahren im Keller wird er wesentlich charmanter. Ein großartiger Spätburgunder für einen Vampirfilm!

2009 Sonnenberg Spätburgunder trocken, Großes Gewächs. 39 Euro pro Flasche. Weingut H. J. Kreuzberg, Schmittmannstr. 30, 53507 Dernau. Tel.: 02643/16 91, Fax: 02643/32 06

Quelle

http://www.bild.de/lifestyle/essen-trinken/rotwein/das-kritische-prost-23380038.bild.html



Messe-Hype um Exoten-Trend beim Wein


Wenn man der überschwänglichen TV-Berichterstattung des ZDF von der ProWein Glauben schenkt, dann sind deutsche Weine besonders beliebt, aber vor allem Exoten im Trend. Genannt wurden als Beispiele dafür u.a. Indien, Israel und Brasilien. Auch andere Länder präsentierten sich auf der Messe als trendy wie z.B. die Türkei oder Uruguay. Doch diese angeblichen Trends halten einer näheren Überprüfung nicht stand, entpuppen sich schnell als reine Messe-Hype.

Deutsche Weine sind im Haushaltspanel der Nürnberger GfK auf einem historischen Tiefstand von nur noch 43 Prozent abgesunken. Es sind vor allem die drei grossen klassischen Länder Italien, Frankreich und Spanien, bei denen die Musik spielt. Kleinere europäische Länder tun sich zunehmend schwer. Österreich, die Schweiz und Portugal kämpfen mit permanent sinkenden Absatzzahlen in Deutschland. Und bei den auf der ProWein viel gepriesenen Exoten gibt es allenfalls dann Erfolge zu vermelden wenn diese von einem extrem niedrigen Niveau ausgehen. So hat Indien von 2008 auf 20011 einen Zuwachs von 75 % zu vermelden. In konkreten Zahlen: 33 Tonnen statt 19 Tonnen. Auch Israel (+ 27 %) und Georgien (+ 58, %) haben bei ebenfalls sehr bescheidenen Mengen zugelegt. Diese Länder sind nicht trendy, die versuchen gerade erst zaghaft Fuss zu fassen mit Marktanteilen von unter 0,01 %. Von echtem Erfolg oder gar Trend kann da überhaupt keine Rede sein. Das zeigen andere Länder, bei denen der erste kleine Rausch des Konsumenten-Interesses bereits wieder verflogen ist. Brasilien verlor in den vergangenen vier Jahren 41 %, Uruguay 11,4 % und die Türkei hält sich mit – 2 % ungefähr auf dem erreichten Niveau. Wenn wir derzeit von Konsumtrends sprechen, kommen diese vor allem aus Italien und Spanien bzw. auf einem niedrigeren Niveau auch aus Übersee, vor allem aus Südafrika.

Quelle The Drink Tank

http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3256



Das Jahr des Rainer Schnaitmann


Ohne Frage, 2011 ist das Jahr des Rainer Schnaitmann aus Fellbach. Erst gewann der Remstaler Winzer in diesem Frühjahr die Sauvignon Blanc Trophy, beim Riesling markierten 2010 seine „Grossen Gewächse“ aus dem Lämmler und dem Götzenberg die Spitze in Württemberg und jetzt setzt er mit dem Spätburgunderpreis 2011 dieser Serie die Krone auf. Sein Lämmler Spätburgunder GG des Jahrgangs 2009 triumphiert in der Konkurrenz gegen insgesamt 445 Weine der beiden Jahrgänge 2008 und 2009, die von ihren Erzeugern für den diesjährigen Wettbewerb angestellt worden waren.

Nach Zahl der Muster und Betriebe war es eine der umfangreichsten Beteiligungen in der Geschichte des Deutschen Spätburgunderpreises. Bis auf Mittelrhein, Bergstrasse und Sachsen waren alle Anbaugebiete vertreten. Die Weine waren zunächst von der Jury in zehn regionalen Vorrunden verkostet worden, wobei für jedes Anbaugebiet ein Regionalsieger ermittelt wurde. Diese zehn Weine sowie 40 weitere, die über alle Gebiete hinweg am höchsten bewerteten wurden, kamen danach ins Finale der TOP 50, 15 aus dem Jahrgang 2008 und 35 aus 2009.

Hatten im vergangenen Jahr Pfälzer Winzer beim Deutschen Spätburgunderpreis aufgetrumpft, markieren 2011 vor allem Erzeuger aus Baden und Württemberg die Spitze. Sieben der TOP 11 kamen aus den Anbaugebieten Baden und Württemberg. Als sozusagen „Zweiter“ Sieger ging das Weingut Freiherr von Gleichenstein aus Vogtsburg-Oberrotweil aus dem Wettbewerb hervor. Der rote Spitzenwein des Gutes mit Namen Baron Philipp belegte den ersten Platz bei den Weinen des Jahrgangs 2008.

Beide Siegerweine stammen aus alten Rebanlagen. Bei Schnaitmann ist diese 43 Jahre alt und bei Gleichenstein 38 Jahre Man kann also in beiden Fällen mit Fug und Recht von „vieilles vignes“ sprechen. Es sind vor allem Weine aus grossen Terroirs in einigen der allerbesten Lagen wie Winklerberg und Eichberg (Baden), Herrenberg und Bockstein (Rheinhessen), Himmelreich Garten (Pfalz), Lämmler (Württemberg), Sonnenberg (Ahr), die die sich letztendlich durchgesetzt haben. Und es ist an der Spitze auch ein Triumph der alten Reben mit niedrigen Erträgen. Qualitativ reiht sich der 2009er ein in die Kette der sehr guten Rotwein-Jahrgänge in der zweiten Hälfte dieser ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Begeisterte 2007 mit einem betörenden Schmelz und 2008 mit den kräftigen, reifen Tanninen ist es 2009 die überwältigende Fruchtfülle, die den Jahrgang auszeichnet.

Die Dominanz der Weine aus Baden Württemberg war vor allem drei Betrieben geschuldet, die jeweils drei Weine ins Finale brachten: Schnaitmann aus Württemberg sowie von Gleichenstein und Andreas Männle aus Baden. Wobei in Württemberg noch die Besonderheit dazu kommt, dass alle sieben Finalweine aus dem Remstal stammen und sechs aus der Gemeinde Fellbach. Man wird diese Appellation am Rande der Schwabenmetropole Stuttgart künftig zu den Top-Provenienzen für deutsche Rotweine rechnen müssen.

Lesen Sie mehr über den Wettbewerb und die Bewertungen der TOP 50 in der neuesten Ausgabe des Falstaff Magazins, das ab Donnerstag am Kiosk ist und auf der Website Falstaff.de.

Quelle http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3215



Sterneküche im Supermarkt


Markus Medler poppte im Scheck-in auf

Wird Frankfurt die Hauptstadt der Pop-up-Restaurants? Klaus Peter Koflers Tree House zeigt auf der 24. und 25. Etage des Nextower, wie man gastronomisch auf der Höhe der Zeit sein kann. Caterer Michael Balzer verwandelte die Bahnhofshalle in ein Restaurant und Simon Horn lässt es im 96 Commissary am Mainufer noch bis 30.Oktober originell poppen. Jetzt servierte Sternekoch Markus Medler vom Restaurant Hessler inmitten des Lebensmittelmarktes von Scheck-in einen schönen Abend lang ein Vier-Gänge-Menü. Lokale, die nur eine limitierte Zeit an ungewöhnlichen Orten auftauchen, sind en vogue.

Am Rand der Weinabteilung, umgeben von Sekt und Chips, wurde ein kleines Lokal eingerichtet. Während die Kunden noch mit dem Einkaufswagen die Runde machten und ihre abendlichen Einkäufe erledigten, nahmen 50 Gäste an den eingedeckten Tischen Platz. Die Verkäuferinnen des Marktes verwandelten sich in Servicekräfte und tischten munter auf. Von der Kochstation, die neben der großen Fischtheke installiert wurde, bis zur Weinabteilung waren es nur wenige Schritte. Zur Einstimmung gab es Fingerfood, doch schon der erste Gang hatte Sterne-Niveau: Dreierlei von der Gänseleber (warm und kalt) mit Mirabellenaroma. Sehr gut auch das auf der Haut gebratene Zanderfilet mit Senfkörnersauce und Kürbispuree sowie Kalb und Kalbsbäckchen mit Zwiebelpüree und Thymiansauce. Bis hin zum Dessert aus Apfel und Mandel zeigten Markus Medler und sein Team unter schwierigen Bedingungen erstaunliche Leistungen, die so selbst von gut gerüsteten Lokalen nicht erreicht werden. Das Hessler in Maintal bei Frankfurt hat sich an diesem Abend viele Freunde machen können, die jetzt vielleicht einmal angeregt wurden, im richtigen Restaurant zu tafeln.

Zanderfilet, Senfkörnersauce, Kürbispüree

Für 59 Euro gab es nicht nur ein sehr gutes Essen, sondern auch Wasser und ausgesuchte Bordeaux-Weine zu jedem Gang, insgesamt sechs Gläser vom Sauternes bis zum Rotwein. Vor allem der beschwingte, frische und angenehm dezent aromatische Entre-Deux-Mers Blanc (Assemblage aus Sémillon, Sauvignon Blanc, Muscadelle) von Château Nicot glänzte mit Qualität zum kleinen Preis. Moderiert wurde das Wein-Dinner von der aparten Sommelière Sandra Junker aus dem Saarland. Zum Schluss gab es noch Kaffee von Peter Gerigk, der in seinem Espresso-Store an der Hanauer Landstraße und in der Kleinmarkthalle hervorragenden Cappuccino und andere Kaffeespezialitäten anbietet, wobei seine Produkte auch bei Scheck-in zu haben sind.

Markus Medler (l.) und Peter Splettstößer

Der Geschäftsführer des Scheck-in Center, Peter Splettstößer, ist der Kreativste unter den Marktleitern der Stadt. Er ist immer auf der Suche nach guten, individuellen und regionalen Produkten und überrascht stets mit Neuentdeckungen. Das Scheck-in Center in Frankfurt (Lebensmittel, Getränke und mehr)  fällt nicht allein durch sein großes und teilweise ungewöhnlich anspruchsvolles Sortiment auf, sondern sucht den Kontakt zu bekannten und guten Köchen. Alfons Schuhbeck gastierte dort ebenso wie Johann Lafer, im Restaurant Goldman von Thomas Haus begann die kulinarische Serie Affaire Culinaire, die jetzt mit Markus Medler mitten im Super-Markt eine originelle Fortsetzung fand.

Scheck-in Center, Ferdinand-Happ-Straße 59, Frankfurt,  Tel. 069   9494 7630

Quelle und Bilder

http://www.fienholdbiss.de/aktuelles/sternekuche-im-supermarkt/



Der Feinschmecker Olivenöltest 2011


Wieder zwei Öle von Victoria Weine Sortiment in der 50 Besten! Quelle : www.olivenoeltest.de

U Trappitu Intenso

Italien, Sizilien

Name des Öls
OLIO Award
top 50

U Trappitu Intenso

Herkunftsregion Italien Italien - Sizilien
Produzent Terre di Shemir
Via Quartana 3
91100 Trapani

Tel: +39 0923865323
Fax: +39 0923865283
info@terredishemir.com
www.terredishemir.com

Erntezeit der Oliven Oktober-November 2010
Preis (0,5 l): 22-28,50
Bezugsquellen www.victoria-weine.de
Terre di Shemir - U Trappitu Intenso Wieder Sizilien: Die Azienda Agricola Case Sparse ist seit Beginn der OLIO-Awards fast kontinuierlich unter den Besten dabei. So auch diesmal: Das “U Trappitu intenso”, als zweitbestes mittelfruchtiges Öl ausgezeichnet, zeigt im Bukett balsamische Wildkräuter, Apfel, Artischocke und Kohlnoten, am Gaumen stärkere Apfel- und Kräuteraromen, dazu intensive Anklänge von Oliven, frisch geschnittenem Gras, im Finish zartes Walnussbitter und ein bis zwei pfeffrige Schlenker. Perfekt für die sizilianische Küche, etwa zu einer caponata (Gemüseragout) oder für sarde a beccafico, mit Pinienkernen, Korinthen und allerlei Kräutern gefüllte, ausgebackene Sardinen. Mittelfruchtig

DOP Valli Trapanesi

Italien, Sizilien

Name des Öls
top 50
BIO

DOP Valli Trapanesi

Herkunftsregion Italien Italien - Sizilien
Produzent Torre Di Mezzo
Via Errante 11
91100 Trapani

Tel: +39 0923842419
Fax: +39 0923843271
alberto.export@hotmail.it
www.frantoiotorredimezzo.com

Erntezeit der Oliven Oktober-November 2010
Preis (0,5 l): 13€
Bezugsquellen
www.victoria-weine.de
Torre Di Mezzo - DOP Valli Trapanesi Das Öl mit dem Siegel kontrollierter Herkunft (DOP) aus Trapani, Nordwest-Sizilien, erfreut mit kräftigen Noten von reifen Tomaten und Bärlauch. Sehr ausgewogen, schmeckt es mittelkräftig – nicht zu bitter und im Nachhall nicht allzu scharf. Ein Allround-Öl, das sowohl gebratene Doraden als auch Wild wie Rehmedaillons oder Rindercarpaccio delikat würzt. Gnazia di Pietras noch junge Firma zählt zu den bemerkenswertesten Aufsteigern Siziliens!


Messwein. Der Önologe des Vatikans


Giovanni Russo ist ein eher zurückhaltender Mensch, aber offen und äußerst freundlich, hört geduldig zu und gibt so jedem Gast das Gefühl, willkommen zu sein. Am liebsten ist es ihm, wenn man gar nicht so viel über ihn spricht, doch ein paar Details kann man ihm trotzdem entlocken.

Eine der letzten 6 Flaschen des Weines, der für seine Heiligkeit Johannes Paul II. bestimmt war. Foto: Katrin Walter

„Die Weine für die Heilige Messe, für den Vatikan, die mache alle ich”, sagt der heute 78jährige mit etwas Stolz in der Stimme und gibt zu, als einziger vom Vatikan autorisierter Önologe für den Messwein des Papstes, mit der Verantwortung für die Unverfälschtheit und Qualität seiner Produkte eine besondere Gratifikation seiner Leistungen und den Höhepunkt seiner Berufslaufbahn erreicht zu haben und fügt philosophierend hinzu: „Im Leben braucht man Professionalität, Ehrlichkeit, Korrektheit und ein wenig Glück. Ich hatte ein wenig von allem. Ich habe immer extrem korrekt und ehrlich gearbeitet und das wurde honoriert. Es wurde finanziell honoriert aber auch moralisch und professionell.”

Immerhin ist er ein Weinmacher mit besonderer Verantwortung. Denn der heilige Messwein darf kein „gemeiner” Wein sein, also Wein, den man einfach im Supermarkt oder dem Weinfachgeschäft kauft. Er muss naturbelassen und lebendig sein, darf keinerlei chemischen Behandlungen unterzogen werden – weder im Weinberg noch im Weinkeller – und auch Sulfide werden ihm nicht zugesetzt. Die weißen Trauben für den Messwein kommen von verschiedenen Betrieben, häufig aus der Umgebung von Rom. Meistens handelt es sich um Trauben der Rebsorten Procanico, Malvasia und Rossetto, die auch in der DOC Est!Est!!Est!!! di Montefiascone zugelassen sind. Die anderen Herkunftsflächen kann man erahnen, wenn man sich die auf den Etiketten erwähnten Trauben anschaut: Pignoletto oder Greco zum Beispiel.

Sein Rang als Oenologe des Vatikans wird durch ein simples Schriftstück aus dem Jahre 1996 zertifiziert und jede noch so kleine Weinlieferung in den Kirchenstaat muss er persönlich begleiten. Nur über ihn wird der Messwein bestellt, zirka 2000 Liter im Jahr allein für die Basilica San Pietro – in 1,5 Liter-Flaschen gefüllt – für die Eucharistie, die durch die Priester zelebriert wird. Der Wein für die Bischöfe, Kardinäle und den Papst selbst wird in kleineren Gebinden abgefüllt und mit noch einem spezielleren, von Professor Giovanni Russo entwickelten, geheimen Verfahren (seit 1998) produziert: Passitoweine, die, wenn gewünscht, mit dem Lieblingsaroma des jeweiligen Adressaten personalisiert werden können. Dies ist auch nach dem absoluten Reinheitsgebot für Messwein möglich, wenn es sich um natürliche Aromen handelt, die ausschließlich während des Gärprozesses hinzugefügt werden. Seine spezielle Methode vermittelt der Professore nur in Kirchenkreisen und reist dazu durch die ganze Welt.

Professor Giovanni Russo in seinem Weinantiquariat. Foto: Katrin Walter

Nicht nur rein und unverfälscht ist dieser Wein, sondern auch von erlesenem Geschmack, was auf die Sorgfalt und Dauer seiner Bereitung zurückzuführen ist. Hinzu kommt seit 1998 eine leichte Aromatisierung nach der Präferenz desjenigen, für den der Messwein bestimmt ist und dessen Namen sich auch auf dem Etikett wiederfindet. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die „Königin der Blumen”, die Rose, seit dem Mittelalter im Zuge der Marienverehrung ein wichtiges christliches Symbol (Maria erhielt Beinamen wie „Rose ohne Dornen” oder die „schönste Rose unter den Frauen”) die Essenz für seine Heiligkeit Giovanni Paolo II. wurde. Der Messwein des Marienverehrers, ein Pignoletto Passito, wurde darum mit dem Duft und Geschmack der Blütenblätter einer duftenden rosafarbenden Rose, deren Kultivierung in einem besonderen Rosengarten nur für Seine Heiligkeit erfolgte, veredelt.

Der studierte Naturwissenschaftler mit 55 Jahren Berufserfahrung in Lehre und Forschung ist äußerst agil und vielseitig. So begann er vor 35 Jahren gemeinsam mit seiner Frau die salernitanischen Rezepte vom Lateinischen ins Italienische zu übersetzen, extrahiert jedes Jahr zirka 700 Essenzen von Früchten, Blumen, Kräutern und Gewürzen, schreibt Poesie und besitzt ein privates Weinantiquariat mit Weinen von 1840 bis in unsere Tage. Es sind alle großen Jahrgänge aus allen Weinregionen vertreten, alle großen Châteaus Frankreichs, Wein von der Mosel, aus dem Rheingau und natürlich Italien. Außer den herausragenden Jahrgängen befinden sich darunter auch Weine mit besonderem Etikett oder einer skurrilen Geschichte. „Hier findet man auch die Geschichte Italiens” und zeigt einen Wein von 1961, der aus allen 380 autochthonen Rebsorten des Landes zusammen vinifiziert und als „Vino pazzo” anlässlich der hundertjährigen Feierlichkeiten zur Einigkeit von Italien ausgegeben wurde.

Katrin Walter

Quelle  : http://www.wein-plus.de/magazin/+Messwein+Der+%C3%96nologe+des+Vatikans_ih3305.html



Weinlese am Stintfang


Hamburg Auf dem Weinberg am Stintfang oberhalb der Landungsbrücken am Hamburger Hafen wurden heute die Trauben gelesen. Dort stehen 100 Rebstöcke aus Württemberg, die der Freien und Hansestadt zu runden Jubiläen des Stuttgarter Weindorfs zu Gast in Hamburg gestiftet wurden. Die Trauben der weißen Rebsorte Phönix und der roten Sorte Regent werden zur Hamburger Stintfang Cuvée verarbeitet, die dem württembergischen Schillerwein nachempfunden ist und liebevoll auch „Hanse Primeur“ genannt wird.

Der Stuttgarter Winzer und Weindorf-Wirt Fritz Currle nimmt die Trauben nun zum Ausbau mit in sein Weingut in Stuttgart-Uhlbach. „Im Vergleich zum letzten Jahr fiel die Ernte deutlich besser aus“, so Currle, nachdem 2010 hungrige Vögel und dreiste Diebe so wenige Beeren an den Stöcken gelassen hatten, dass die Menge lediglich für einige Gläser Traubengelee reichte. Vom Jahrgang 2011 sollen 40 bis 50 halbe Flaschen abgefüllt werden, die jedoch unverkäuflich sind. Der Wein geht traditionell allein an die Hamburgische Bürgerschaft – das Landesparlament –, wo er zu besonderen Anlässen ausgeschenkt wird.

(CS mit Informationen von ndr.de und stuttgarter-weindorf.de; Foto: © dpa / Marcus Brandt)



NICOLAS POTEL


Die Probe des Jahres mit Nicolas Potel bei Victoria Weine!

Keller Nicolas Potel

Nach dem Bruch mit den Miteigentümern des Maison Nicolas Potel hat Nicolas nun wieder sein eigenes Weingut. Es ist deutlich kleiner als das vorherige und ermöglicht so wieder eine voll kontrollierte Produktion auf höchstem Niveau. Da die Traubenlieferanten dieselben geblieben sind, hat sich die Güte der Weine nicht verändert. Das Sortiment hat aus allen wichtigen Weinorten der Region, den Burgund Village, den Premier Crus und den Grand Crus, hervorragende Weine zu bieten. Wir freuen uns, dass Nicolas bei uns sein neues Projekt und seine Weine vorstellt!

Freitag, 30.September 19-22 Uhr
Weinprobe
Maison Roche de Bellene

Preis 15,00€/pro Person

Anmeldung bei info@victoria-weine.de



1811 Yquem, Lafite & Ungeheuer


Gestern verkaufte die Antique Wine Company in London eine Flasche des äusserst raren Sauternes Château d´Yquem 1811 zu einem Preis von 75.000 britische Pfund (85.000 Euro) und wird daher im Guinnessbuch der Rekorde künftig als teuerste jemals verkaufte Flasche Weisswein aufgeführt werden. Der bislang höchste Preis für eine Flasche Weisswein lag bei 56.588 Pfund für eine Flasche 1787 Château d´Yquem. Der neue Besitzer ist Christian Vanneque (61). Er war zehn Jahre lang Sommelier im legendären Restaurant „Tour d´Argent“ in Paris und 1976 Mitglied der Jury des „Judgment of Paris“. Ab 1984 lebte er in den USA, wo er zunächst als Consultant das „Four Seasons in Beverly Hills“, „Jack Nicolsons Privat Club „Helena´s“ in Los Angeles und das Givenchy Resort & Spa in Palm Springs. 1990 eröffnete er in New York das Restaurant „La Palette“, das er 1999 verkauft und seinem Bruder Daniel nach Bali folgte. Dort gehört ihm das Restaurant „The Living Room“ und eine Wein Bar. Die Flasche ersteigerte er für sein neues Restaurant-Projekt „Sip Wine & Grill“ das im Herbst dieses Jahres eröffnet wird und dann über den umfangreichsten Weinkeller Indonesiens verfügt.

Es wurde in den vergangenen 24 Stunden weltweit viel über diese Flasche geschrieben, deren Echtheit 2007 nach einer ausführlichen Untersuchung von Flasche Label und Kapsel vom Château ausdrücklich bestätigt wurde. Kaum einer dürfte diesen Wein allerdings je verkostet haben. Daher zitierten die Kolleginnen und Kollegen meist Per-Henrik Mansson vom Wine Spector und Robert Parker, die den Wein beide mit 100 Punkten bewertet haben. Ich hatte das Glück u.a. bei der Verkostung von Robert Parker am gleichen Tisch zu sitzen. Vorher und nachher ist mir dieser legendäre Wein noch mehrere Male begegnet. Dieses Ereignis brachte mich auf die Idee mich nochmals ausführlich mit dem Jahr 1811, diesem Wein sowie zwei anderen Weinen dieses Jahrgangs auseinanderzusetzen: 1811 Lafite und 1811 Forster Ungeheuer, deren Faszination mit 100 Punkten nur ungenügend beschrieben werden.

Der Jahrgang 1811

Das Jahr 1811 gilt nicht nur in Bordeaux sondern in allen damals wichtigen Anbaugebieten Europas als einer der besten Jahrgänge, wenn nicht gar der beste in den vergangenen drei Jahrhunderten. Im Volksmund wurde er auch als Napoleon- oder Kometenwein bezeichnet Kometenwein wurde er genannt, weil damals mehrere Kometen am Himmel standen, die man als Kriegsvorboten deutete, und Napoleon-Wein weil Napoleon Bonaparte in diesem Jahr auf dem Höhepunkt seines Ruhmes angelangt war. Es ist der legendäre „Eilfer“, den Goethe in seinem „Westöstlichen Diwan“ besungen hat.
In Deutschland wurde 1811 als „berühmtes Weinjahr erster Klasse“ (Ruthe) geführt. In Franken war es „ein Hauptwein, ausbündig gut und viel, ein wahrer Nektar (Miltenberg Chronik), “ein Ausbund”, “der Sommer kam im Mai und ihm folgte ein warmer und überlanger Herbst”(Bamberger Weinbuch). Im Rheingau gab es „einen der besten Weine des Jahrhunderts, den selbst Goethe pries.“ (Rüdesheim Chronik). Im Herbstbuch des Domdechant Werner´schen Weingutes in Hochheim heisst es schlicht: „Der Allerbeste.“ Auch in Tokaj gilt 1811 laut Istvan Szepsy als einer der grössten Jahrgänge der letzten 200 Jahre.

1811 Château d`Yquem

Erstmals getrunken bei der 1811er Probe, die Hardy Rodenstock und Josef Viehhauser 1994 im Hamburger Restaurant Le Canard organisierten. Meine Notiz: Originalkork. Klare, leicht rötliche Farbe. Begeisterte vor allem mit seinem komplexen Bukett aus Nougat, Nuß, Kaffee, Karamel und Vanille. Im Mund noch von beachtlicher Fülle mit einem deutlichen Rest von Frucht. Ein eleganter, feiner Wein mit schmeckbarer Süße. An diesem Abend habe ich mir zu diesem Wein notiert: hat schon bessere, um nicht zu sagen große Tage erlebt, aber mit Altersbonus immer noch faszinierend. Einige Monate danach öffnete Rodenstock bei seiner Arlberg Probe zwei Flaschen Yquem, die im Christie’s Auktionskatalog als “ca. 1810 bis 1830″ beschrieben werden. Da sich der Inhalt diese Flaschen in einem unvergleichlich besseren Zustand befand als der Original 1811er liegt die Vermutung nahe, daß es sich ebenfalls um Flaschen aus diesem legendären Kometenjahr gehandelt haben könnte. Meine Notiz: mittleres Braun mit einem Anflug von Rot. Auch hier in der Nase diese impressive Mischung aus Vanille, Nuß und Kaffee bis hin zu Mocca. Deutlich süßer als die erste Flasche mit noch deutlichen Tanninreserven, die ihm im Abgang noch zu einem leichten Bitterton verhalfen. Schöne Würze am Gaumen, weiche Fülle. Eine ganz besonders delikate, feine Oxydation, die einhergeht mit großer Eleganz und Finesse. Bei der Rodenstock Probe mit Robert Parker in München dann eine Flasche im Flight der großen Yquems aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert: 1811, 1814, 1825 und 1847. Helles Bernstein. Viel Vanille, aber auch viel Kräuterwürze. Sehr wuchtig am Gaumen, etwas bitter im sehr langen, tiefen Abgang. Dicht und dickflüssig. Hat seine Konsistenz gut bewahrt. Unglaubliche Tiefe, zarte Süße, unverbrauchte Frucht, leichte Teenoten und Früchte bis hin zu Zitrus und Ananas, warmes Brot. Ein faszinierender, weil elixierhafter Wein. Bei einer Probe Ende 1995 in Hamburg war er sehr dunkel in der Farbe. Bei den Aromen dominierten Malz und Schokoladentöne, wenig Frucht.

1811 Forster Ungheuer

Wie grossartig die Weine des Jahrgangs 1811 waren und soweit sie überlebt haben heute noch sind, stellte sich 1999 heraus bei einer Verkostung jenes 1811er Forster Ungeheuers aus dem „Weinmuseums“ des Weingutes Geheimerrat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim, der zu den Lieblingsweinen des Reichskanzler Otto von Bismarck zählte. Verblüfft notierten die Experten: ein noch heller, klarer Wein von stupender Frische, dessen einstige Süsse zwar aufgezehrt war, den aber seine Säure, die Dichte der Extrakte und ein gewisses Mass an Gerbstoffen auf wundersame Weise konserviert hatten.

Man kann sich kaum vorstellen, dass ein Riesling – auch wenn das Jahr noch so gewaltig war und der Wein nach der Gepflogenheit der Zeit mindestens vier oder fünf Jahre im Fass ausgebaut worden war – seine Qualität so lange halten kann. Mit einiger Sicherheit handelte es sich bei diesem Wein auch nicht um einen sortenreinen Riesling sondern um einen Mischsatz. Laut dem „Weinbuch“ von Dr. Wilhelm Hamm aus dem Jahr 1865 stand Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts in vielen heute noch prominenten Lagen an der Mittelhaardt auch die Sorte Orleans. So nennt er für die drei als „1. Classe“ bewerteten Spitzenlagen im pfälzischen Forst – Kirchenstück, Jesuitengarten und Ungeheuer – als Besatz Orleans, Traminer und Riesling. Der dickschalige Orleans mit seinen natürlichen Tanninen könnte also (neben einer starken Schwefelung) eine mögliche Erklärung für die robuste Substanz dieses Weins sein.

1811 Chateau Lafite

Probiert beim 1811er Kometenwein Tasting im Le Canard in Hamburg. Es handelte sich um die letzte bekannte Flasche dieses Jahrgangs von diesem Chateau. Die 1.94 Liter fassende sogenannte Tappit Hen Flasche stammte aus dem Keller von Hardy Rodenstock. Er hatte sie 1987 erworben. Im gleichen Jahr war sie auf Lafite vom Kellermeister neu verkorkt und mit 1896er aufgefüllt worden.

Ein Bordeaux Gewächs aus der Pre Phyloxera Zeit von stupender Qualität und Frische. Das hat Viererlei Gründe. Zum einen glauben Fachleute zu wissen, daß die wurzelechten Reben der Vorreblauszeit einfach extraktreichere und dichtere Weine erbrachten als die heutigen Pfropf Reben. Auf jeden Fall waren die Rebstöcke damals wesentlich älter und damit ertragsschwächer, was immer auch eine Verbesserung der Qualität bewirkt. Zum anderen wurden diese Weine teilweise mit Stengel und Schalen im Faß vergoren und vier Jahre gelagert, statt wie heute üblich maximal zwei Jahre. In ihrer Jugend waren sie dann so tanningeladen, daß man sie vermutlich die ersten zwanzig Jahre kaum mit Genuß trinken konnte. Dies schuf aber die Voraussetzung, daß ein solcher Wein so lange überleben und dabei eine solche delikate Feinheit gewinnen konnte. 183 Jahre alt und auch ohne gnädigen Senioren Bonus kein bißchen müde. Im Glas noch von klarem Granatrot mit einem leichten Orange Braunrand. Zeigte ein würziges Kaffeearoma in der Nase und etwas Karamel. Im Mund noch frisch und durchaus lebendig mit deutlicher Säure, seidiger Frucht auf der Zunge und noch Tanninreserven. Das fast cremige Depot schmeckte wie Mocca mit Sahne. Ein Faszinosum, wie man es nur selten erleben darf.

Eine Schwesterflasche war 1988 von Christies in London versteigert worden und brachte einen sagenhaften Preis von 100 000 Mark. Dem Vernehmen nach hatten da orientalische Petro Dollar ihre Finger im Spiel. Einen Branchen on dit zufolge waren es Mittelsmänner des Sultan von Brunei, die den Zuschlag erhielten. Wein als solcher ist zwar für strenggläubige Muslime verboten, aber was heißt das in diesem Fall schon. So alter und kostbarer Wein ist Medizin für Leib und Seele und kein Alkohol. Siehe Goethe!

Quelle : http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3157