Räuchern – Holzchips oder Holzstücke?


Beim Räuchern stellt sich häufig die Frage, ob Holzchips oder Holzstücke genutzt werden sollen. Beide Varianten sind an sich gleich gut geeignet, der Unterschied besteht in der Brenndauer. Die kleineren Holzchips verbrennen nur schneller als die größeren Holzstücke.
Deshalb ist entscheidend, wie lange der Räuchervorgang dauern soll. Für kurzes Räuchern von bis zu 20 Minuten sind ein bis zwei Handvoll Räucherchips eine geeignete Wahl, da die Geschwindigkeit, mit der die Chips verbrennen hierbei eine unbedeutende Rolle spielt.Möchten Sie dagegen einen Räuchervorgang über einen längeren Zeitraum von einer bis mehreren Stunden realisieren, eignen sich Holzstücke besser. Die genaue Brenndauer ist natürlich abhängig von der Größe der Holzstücke und der Menge an Luft, die in den Grill oder die Räucherkammer gelangt.

Unabhängig davon, ob Sie Holzchips oder Holzstücke verwenden, ist das ausreichende Wässern der Rauchhölzer von mindestens 30 Minuten vor der Nutzung notwendig. Dadurch wird nicht nur die Brenndauer erhöht, sondern das Holz glimmt, anstatt zu brennen, was sich positiv auf den Rauchgeschmack auswirkt. Wichtig ist, dass das Holz nach dem Wässern gut abgetropft wird, damit es das Feuer nicht löscht, wenn es auf die Glut gegeben wird.

Ausgeuschte Angebote dinden Sie bei Rauch- und Grillhölzer.

Quelle By BBQTop on 7. September 2010 in Barbecue Wissen

Dazu empfehlen wir

2005 Cuvée Quetton Cuvée Quetton

Château de L’Engarran aus Südfrankreich

Château de L‘Engarrans Flaggschiff aus 80% Syrah, 10% Carignan, 7% Grenache und 3% Mourvedre erhält seinen besonderen Reiz durch den 18monatigen Ausbau, der teils im Tank, teils im Faß stattfindet. Während dieser Zeit balanciert man ihn in eine möglichst optimale Harmonie zwischen den Tanninen des Weins und denen, die die Eiche einbringt mit immer wieder verblüffend gelungenem Ergebnis. Im Glas verwöhnt tiefe Schwarzkirsche das Auge, die Nase wird verwöhnt von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren. Diese Vielfalt setzt sich am Gaumen fort, hinzu kommen Gewürznoten wie Pfeffer, aber auch schwarzer Kakao und Eukalyptus, unterstützt von und eingebunden in elegante edle Tannine. Allein schon wegen dieses Weines ist l Engarran eine Entdeckung.



Sterneküche im Supermarkt


Markus Medler poppte im Scheck-in auf

Wird Frankfurt die Hauptstadt der Pop-up-Restaurants? Klaus Peter Koflers Tree House zeigt auf der 24. und 25. Etage des Nextower, wie man gastronomisch auf der Höhe der Zeit sein kann. Caterer Michael Balzer verwandelte die Bahnhofshalle in ein Restaurant und Simon Horn lässt es im 96 Commissary am Mainufer noch bis 30.Oktober originell poppen. Jetzt servierte Sternekoch Markus Medler vom Restaurant Hessler inmitten des Lebensmittelmarktes von Scheck-in einen schönen Abend lang ein Vier-Gänge-Menü. Lokale, die nur eine limitierte Zeit an ungewöhnlichen Orten auftauchen, sind en vogue.

Am Rand der Weinabteilung, umgeben von Sekt und Chips, wurde ein kleines Lokal eingerichtet. Während die Kunden noch mit dem Einkaufswagen die Runde machten und ihre abendlichen Einkäufe erledigten, nahmen 50 Gäste an den eingedeckten Tischen Platz. Die Verkäuferinnen des Marktes verwandelten sich in Servicekräfte und tischten munter auf. Von der Kochstation, die neben der großen Fischtheke installiert wurde, bis zur Weinabteilung waren es nur wenige Schritte. Zur Einstimmung gab es Fingerfood, doch schon der erste Gang hatte Sterne-Niveau: Dreierlei von der Gänseleber (warm und kalt) mit Mirabellenaroma. Sehr gut auch das auf der Haut gebratene Zanderfilet mit Senfkörnersauce und Kürbispuree sowie Kalb und Kalbsbäckchen mit Zwiebelpüree und Thymiansauce. Bis hin zum Dessert aus Apfel und Mandel zeigten Markus Medler und sein Team unter schwierigen Bedingungen erstaunliche Leistungen, die so selbst von gut gerüsteten Lokalen nicht erreicht werden. Das Hessler in Maintal bei Frankfurt hat sich an diesem Abend viele Freunde machen können, die jetzt vielleicht einmal angeregt wurden, im richtigen Restaurant zu tafeln.

Zanderfilet, Senfkörnersauce, Kürbispüree

Für 59 Euro gab es nicht nur ein sehr gutes Essen, sondern auch Wasser und ausgesuchte Bordeaux-Weine zu jedem Gang, insgesamt sechs Gläser vom Sauternes bis zum Rotwein. Vor allem der beschwingte, frische und angenehm dezent aromatische Entre-Deux-Mers Blanc (Assemblage aus Sémillon, Sauvignon Blanc, Muscadelle) von Château Nicot glänzte mit Qualität zum kleinen Preis. Moderiert wurde das Wein-Dinner von der aparten Sommelière Sandra Junker aus dem Saarland. Zum Schluss gab es noch Kaffee von Peter Gerigk, der in seinem Espresso-Store an der Hanauer Landstraße und in der Kleinmarkthalle hervorragenden Cappuccino und andere Kaffeespezialitäten anbietet, wobei seine Produkte auch bei Scheck-in zu haben sind.

Markus Medler (l.) und Peter Splettstößer

Der Geschäftsführer des Scheck-in Center, Peter Splettstößer, ist der Kreativste unter den Marktleitern der Stadt. Er ist immer auf der Suche nach guten, individuellen und regionalen Produkten und überrascht stets mit Neuentdeckungen. Das Scheck-in Center in Frankfurt (Lebensmittel, Getränke und mehr)  fällt nicht allein durch sein großes und teilweise ungewöhnlich anspruchsvolles Sortiment auf, sondern sucht den Kontakt zu bekannten und guten Köchen. Alfons Schuhbeck gastierte dort ebenso wie Johann Lafer, im Restaurant Goldman von Thomas Haus begann die kulinarische Serie Affaire Culinaire, die jetzt mit Markus Medler mitten im Super-Markt eine originelle Fortsetzung fand.

Scheck-in Center, Ferdinand-Happ-Straße 59, Frankfurt,  Tel. 069   9494 7630

Quelle und Bilder

http://www.fienholdbiss.de/aktuelles/sternekuche-im-supermarkt/



Messwein. Der Önologe des Vatikans


Giovanni Russo ist ein eher zurückhaltender Mensch, aber offen und äußerst freundlich, hört geduldig zu und gibt so jedem Gast das Gefühl, willkommen zu sein. Am liebsten ist es ihm, wenn man gar nicht so viel über ihn spricht, doch ein paar Details kann man ihm trotzdem entlocken.

Eine der letzten 6 Flaschen des Weines, der für seine Heiligkeit Johannes Paul II. bestimmt war. Foto: Katrin Walter

„Die Weine für die Heilige Messe, für den Vatikan, die mache alle ich”, sagt der heute 78jährige mit etwas Stolz in der Stimme und gibt zu, als einziger vom Vatikan autorisierter Önologe für den Messwein des Papstes, mit der Verantwortung für die Unverfälschtheit und Qualität seiner Produkte eine besondere Gratifikation seiner Leistungen und den Höhepunkt seiner Berufslaufbahn erreicht zu haben und fügt philosophierend hinzu: „Im Leben braucht man Professionalität, Ehrlichkeit, Korrektheit und ein wenig Glück. Ich hatte ein wenig von allem. Ich habe immer extrem korrekt und ehrlich gearbeitet und das wurde honoriert. Es wurde finanziell honoriert aber auch moralisch und professionell.”

Immerhin ist er ein Weinmacher mit besonderer Verantwortung. Denn der heilige Messwein darf kein „gemeiner” Wein sein, also Wein, den man einfach im Supermarkt oder dem Weinfachgeschäft kauft. Er muss naturbelassen und lebendig sein, darf keinerlei chemischen Behandlungen unterzogen werden – weder im Weinberg noch im Weinkeller – und auch Sulfide werden ihm nicht zugesetzt. Die weißen Trauben für den Messwein kommen von verschiedenen Betrieben, häufig aus der Umgebung von Rom. Meistens handelt es sich um Trauben der Rebsorten Procanico, Malvasia und Rossetto, die auch in der DOC Est!Est!!Est!!! di Montefiascone zugelassen sind. Die anderen Herkunftsflächen kann man erahnen, wenn man sich die auf den Etiketten erwähnten Trauben anschaut: Pignoletto oder Greco zum Beispiel.

Sein Rang als Oenologe des Vatikans wird durch ein simples Schriftstück aus dem Jahre 1996 zertifiziert und jede noch so kleine Weinlieferung in den Kirchenstaat muss er persönlich begleiten. Nur über ihn wird der Messwein bestellt, zirka 2000 Liter im Jahr allein für die Basilica San Pietro – in 1,5 Liter-Flaschen gefüllt – für die Eucharistie, die durch die Priester zelebriert wird. Der Wein für die Bischöfe, Kardinäle und den Papst selbst wird in kleineren Gebinden abgefüllt und mit noch einem spezielleren, von Professor Giovanni Russo entwickelten, geheimen Verfahren (seit 1998) produziert: Passitoweine, die, wenn gewünscht, mit dem Lieblingsaroma des jeweiligen Adressaten personalisiert werden können. Dies ist auch nach dem absoluten Reinheitsgebot für Messwein möglich, wenn es sich um natürliche Aromen handelt, die ausschließlich während des Gärprozesses hinzugefügt werden. Seine spezielle Methode vermittelt der Professore nur in Kirchenkreisen und reist dazu durch die ganze Welt.

Professor Giovanni Russo in seinem Weinantiquariat. Foto: Katrin Walter

Nicht nur rein und unverfälscht ist dieser Wein, sondern auch von erlesenem Geschmack, was auf die Sorgfalt und Dauer seiner Bereitung zurückzuführen ist. Hinzu kommt seit 1998 eine leichte Aromatisierung nach der Präferenz desjenigen, für den der Messwein bestimmt ist und dessen Namen sich auch auf dem Etikett wiederfindet. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die „Königin der Blumen”, die Rose, seit dem Mittelalter im Zuge der Marienverehrung ein wichtiges christliches Symbol (Maria erhielt Beinamen wie „Rose ohne Dornen” oder die „schönste Rose unter den Frauen”) die Essenz für seine Heiligkeit Giovanni Paolo II. wurde. Der Messwein des Marienverehrers, ein Pignoletto Passito, wurde darum mit dem Duft und Geschmack der Blütenblätter einer duftenden rosafarbenden Rose, deren Kultivierung in einem besonderen Rosengarten nur für Seine Heiligkeit erfolgte, veredelt.

Der studierte Naturwissenschaftler mit 55 Jahren Berufserfahrung in Lehre und Forschung ist äußerst agil und vielseitig. So begann er vor 35 Jahren gemeinsam mit seiner Frau die salernitanischen Rezepte vom Lateinischen ins Italienische zu übersetzen, extrahiert jedes Jahr zirka 700 Essenzen von Früchten, Blumen, Kräutern und Gewürzen, schreibt Poesie und besitzt ein privates Weinantiquariat mit Weinen von 1840 bis in unsere Tage. Es sind alle großen Jahrgänge aus allen Weinregionen vertreten, alle großen Châteaus Frankreichs, Wein von der Mosel, aus dem Rheingau und natürlich Italien. Außer den herausragenden Jahrgängen befinden sich darunter auch Weine mit besonderem Etikett oder einer skurrilen Geschichte. „Hier findet man auch die Geschichte Italiens” und zeigt einen Wein von 1961, der aus allen 380 autochthonen Rebsorten des Landes zusammen vinifiziert und als „Vino pazzo” anlässlich der hundertjährigen Feierlichkeiten zur Einigkeit von Italien ausgegeben wurde.

Katrin Walter

Quelle  : http://www.wein-plus.de/magazin/+Messwein+Der+%C3%96nologe+des+Vatikans_ih3305.html



Thomas Sommer ist der beste Sommelier Deutschlands


Thomas Sommer ist der beste Sommelier Deutschlands

Härtetest mit Günther Jauch auf Burg Schwarzenstein

Thomas Sommer vom Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach darf ab sofort den Titel „Bester Sommelier Deutschlands“ tragen. Er wurde gemeinsam mit zwei Finalisten live vor einer Jury und großem Publikum auf der Burg Schwarzenstein in Johannisberg im Rheingau geprüft, was die Nervosität drastisch erhöhte.

In die letzte Runde schafften es von insgesamt 33 Teilnehmern aus ganz Deutschland neben Thomas Sommer noch Jürgen Fendt vom Hotel Bareiss in Baiersbronn und Melanie Panitzke vom Restaurant Wein am Rhein in Köln. Eine solche Zitterpartie hatte es bislang nicht gegeben, selbst die Gläser schienen vor Anspannung kurz vor dem Zerspringen zu sein. Die Sommeliers mussten auf einer Weinkarte sehr knifflig eingearbeitete Fehler ausfindig machen – Weinnamen wurden falsch geschrieben, Lagen vertauscht und Klassifizierungen verdreht. Damit aber nicht genug. Einer Tischrunde sollten die passenden Weine zum Essen kredenzt werden, wobei ein Roter zu dekantieren war. Die Tischrunde auf der Bühne bestand aus Fernsehmoderator Günther Jauch, Fernsehkoch Johann Lafer und den Weinberatern Christine Balais und Markus del Monego – wobei noch einige mehr in der Jury saßen, etwa Guy Bonnefoit, der fleißigste aller Weinspezialisten. Es wurde nach dem Sinn des Dekantierens gefragt, aber auch nach Wasserempfehlungen und der Definition für Ristretto. Alles ganz im Begriffssinne von Bernd Glauben, dem Chef der Deutschen Sommelier-Union, für den dieser Beruf weit mehr als der eines Weinkellners ist und der ihn eher als Genuss-Manager sieht.

Bernd Glauben, Jürgen Fendt, Melanie Panitzke, Johann Lafer, Thomas Sommer, Günther Jauch (v.l.n.r.)

Die Kandidaten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Melanie Panitzke wirkte äußerst angespannt und den Test-Gästen gegenüber etwas zu herb. Thomas Sommer redete auf Flaschenteufel komm raus und setzte sich und sein Wissen in einem solchen Übermaß in Szene, wie es jeden Weinfreund im Glasumdrehen zum Biertrinker werden lässt. Einzig Jürgen Fendt erschien angenehm dezent und souverän und ließ auch den Gästen Luft. Überhaupt wurde zuviel Fachwissen abgefragt, während das Wichtigste nicht in die Wertung einfloss: Der Umgang mit Gästen. Keinem der Teilnehmer huschte auch nur der Anflug eines Lächelns übers Gesicht, was in der Gastronomie immerhin die wesentliche Grundregel ist: Lächeln, lächeln, lächeln. Der Gewinner, Thomas Sommer, patzte auch noch gewaltig. Wie der Food Fotograf Johann Wilsberger ins Mikrofon raunte, hätte er ihn niemals gewinnen lassen, weil Sommer einen Barolo im Burgunderglas servierte.

Jürgen Fendt schenkt ein

Der Direktor des Hotels Burg Schwarzenstein, Dirk Teigelkamp, begrüßte zu diesem Ereignis 160 Gäste, was den Saal bis zum Anschlag füllte. Es wurden aber nicht nur der Saal und die Weingläser gut gefüllt, zum Preis von 250 € gab es zudem ein 4-Gänge-Menü von den Sterneköchen Juan Amador (Amador, Langen), Klaus Erfort (Gästehaus, Saarbrücken), Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück) und Sven Messerschmidt (Burg Schwarzenstein, Johannisberg). Pavé von der Gänsestopfleber mit Holunderblüten, Quittencreme und Joghurtflocken (Erfort) war hochsolide Klassik, das Dessert aus Rhabarber, Waldbeeren und weißer Schokolade ein feines aromatisches Sommergericht (Messerschmidt). Thomas Bühner irritierte mit dem Gericht (keine) Bouillabaisse aus Calamari, Knurrhahn, Anchovis, Rucolacreme und Safrankartoffel. Der Hinweis auf „keine“ war ebenso unschlüssig wie die ganze Kombination. Höhepunkt des Abends und das mit Abstand beste Gericht war die mitreißend gewürzte Mieral-Taube mit Kokos, Mango und Purple Curry von Juan Amador. Die agierenden Köche arbeiten normalerweise am Abend mit höchstens 40 Gästen, nun hatten sie gleich 160 Portionen über den Pass zu schicken. Eine ganz andere Situation, die insgesamt aber mit Bravour gemeistert wurde. Die aufgetischten Weine waren für sich und auch gemeinsam mit dem Essen suboptimal.

Lafer, Sommer, Jauch in Feierlaune

Der zum ersten Mal organisierte Wettbewerb „Bester Sommelier Deutschlands“ wird zwar von der Hotelvereinigung Relais & Châteaux ausgeschrieben und gemeinsam mit der Sommelier-Union Deutschland veranstaltet, doch ist die Mitgliedschaft in diesen Gruppen keineswegs eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme. Thomas Sommer ist zumindest für zwei Jahre „Bester Sommelier Deutschlands“, dann wird der Wettbewerb erneut ausgeschrieben und ein neuer Sommelier gekrönt. Die bisherigen Teilnehmer sind dabei nicht ausgeschlossen und dürfen auch wieder antreten. Was Lena beim Song Contest darf, soll eben auch in der Gastronomie möglich sein.

Text. Ludwig Fienholg

Fotos: Markus Hildebrand

Quelle www.fienholdbiss.de



3-Sterne-Koch Juan Amador schließt sein Restaurant in Langen


Und zieht nach Mannheim ins Amesa

Von Ludwig Fienhold

Der 3-Sterne-Koch Juan Amador gibt sein gleichnamiges Restaurant in Langen bei Frankfurt auf und zieht in sein zweites Lokal Amesa in Mannheim ein. Es mag wie eine Sensation klingen, doch eigentlich werden damit nur seit längerem bestehende Gerüchte bestätigt. Zudem wird Amador auch seine aufwendig ausgestattete Werkstatt in Fechenheim abgeben, die für Veranstaltungen und Kochkurse diente. Nach sieben Jahren sucht Juan Amador einen Neuanfang, wie er in einem persönlichen Gespräch sagte. Er wird im Juni schließen und nach zweimonatiger „Kreativpause“ im August erneut an den Start gehen. Noch einige Tage gilt der spanische Schwabe als 3-Sterne-Koch, danach muss er sich wieder die Auszeichnung erarbeiten, da diese an das jetzige Restaurant gebunden ist.  Dies gilt auch für die 18 Punkte im Gault Millau. Juan Amador ist der einzige 3-Sterne-Koch in Deutschland, der kein Hotel im Hintergrund hat. Insgesamt gibt es bei uns neun 3-Sterne-Restaurants. Hohe Auszeichnungen sind indes keine Garantie für wirtschaftlichen Erfolg.

Amador 1

Langen ist ein schwieriger Standort. Das wusste Juan Amador auch schon als er dort einzog. In der hessischen Kleinstadt existiert nur das Sterne-Restaurant von Amador, das eine weite Anreise lohnt. Sonst macht Langen durchs nichts auf sich aufmerksam. Als Manko kann nicht allein die Location ausgemacht werden, es fehlen auch eine Terrasse und Parkplätze. Zudem verfügt das schöne Fachwerkhaus nur über 26 Plätze, was vom Umschlag her keineswegs optimal ist. Juan Amador hätte, wie er sagt, das Haus gerne gekauft und ausgebaut, eventuell noch ein Nachbargrundstück dazugenommen. Doch die Stadt Langen hatte Bedenken, denn das alte Fachwerkhaus steht unter Denkmalschutz.

Der 42 Jahre alte Küchenchef hat sich seit längerem auch in Frankfurt nach einem geeigneten Objekt umgesehen, doch entweder stimmte der Preis oder der Standort nicht. Die nächstliegende Lösung war für Amador der Umzug nach Mannheim, wo bereits seit knapp zwei Jahren ein Restaurant von ihm existiert. Bislang ist es mit einem Stern im Michelin und 17 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet, jetzt soll es weiter nach oben gehen. Juan Amador möchte sich mehr als früher konzentriert um dieses Kerngeschäft kümmern und sich weniger im Ausland oder bei anderen Veranstaltungen engagieren. Das Restaurant Amesa (Spanisch: Tisch) in Mannheim kann zwischen 34 und 40 Gäste bewirten, wobei für Veranstaltungen mehr als doppelt so viel Platz vorhanden ist. Zudem gibt es Parkplätze vor der Tür. Ein Teil der Mannschaft aus Langen von sieben Köchen und vier Servicemitarbeitern wird mit nach Mannheim gehen, Amadors bisheriger Stellvertreter Marko Richter jedoch nicht.

Juan Amador ist souverän genug, um zuzugeben, dass “2009 ein sehr schlechtes Jahr war”, bei dem tiefrote Zahlen geschrieben wurden. Auch die Auslastung an Werktagen war nicht so gut, wie freitags und samstags, wo er das Lokal zweimal am Abend hätte besetzen können. In die Insolvenz geht das Geschäft nach Aussage von Amador aber nicht, er will auch niemanden etwas schuldig bleiben. Die Amador GmbH bleibt bestehen. Es heißt ja, dass der dritte Stern im Michelin ein Umsatzplus von bis zu 30 Prozent ausmachen würde. Aber keineswegs über einen längeren Zeitraum und auch nicht bei jedem Restaurant, denn mit dieser hohen Auszeichnung wachsen auch der Erwartungsdruck und damit die Personal- und Produktkosten. Hausbesitzer Eric Bernard Beuerle Decastro, Unternehmer und Künstler, und Juan Amador trennen sich im Guten und bleiben weiterhin Freunde, wie beide bestätigen. Beuerle, der seine französische Heimatküche besonders schätzt, hätte gerne wieder etwas Klassisches in dieser Ausprägung, ist aber nach vielen Seiten offen. Jedenfalls wird es in Langen in der Vierhäusergasse wieder Gastronomie geben – vor Amador existierte dort ja bereits das Restaurant Provencal.

Das Restaurant Amesa in Mannheim ist ein höchst sonderbares und eben auch bemerkenswertes Objekt. Hinter der Backsteinfassade der alten Puppen-Fabrik verbergen sich ein Museum mit den Werken des weltberühmten Künstlers Anselm Kiefer sowie das futuristische Design-Restaurant von Juan Amador. Grelles Weiß und knalliges Rot gemischt mit Stahl, Beton und kahlen Wänden geben ein unkonventionelles Erscheinungsbild. Man fühlt sich optisch ein wenig in die Filmwelt von Stanley Kubricks Clockwork Orange entführt. Bislang führte hier die 29jährige Caroline Baum als Küchenchefin die weiße Brigade. Im August wird Juan Amador die Regie übernehmen, denn das Amesa soll sich von einem 1-Sterne-Restaurant zu einem 3-Sterne-Restaurant entwickeln. Die Eröffnung im August ist deshalb strategisch wichtig, weil er dann noch in die Wertungen der Restaurantführer einbezogen werden kann.

Amesa

Juan Amador blickt nach vorn und hat nach keineswegs einfachen Jahren eine kulinarische Katharsis durchlebt. Bei ihm fand ohnehin längst eine tiefgreifende Veränderung statt, auch handwerklich. War das Etikett Molekularkoch anfangs noch originell, so wurde es zunehmend für ihn zur Last, zumal er im Grunde nur noch bei den Desserts als Transmutationskoch arbeitet und inzwischen wieder mehr den Blick für das Wesentliche zeigt. Mieral-Taube mit Kokos, Mango und Purple Curry oder Nacken vom Müritzlamm aus dem Rauch mit Rhabarber und Heu oder geeiste Beurre blanc mit Kaviar, Haselnussmilch und knusprigen Malzbrotbröseln oder Tatar mit Gänseleber, gelierter Soubise, pochiertem Wachtelei im knackigen Brotmantel, Scheiben von Roten Rüben, Pommerysenf-Eis und Gurkenschaum werden wir lange in guter Erinnerung behalten.

Hat Juan Amador das Talent und die Kraft für einen hochklassigen Neustart? Vielleicht mehr denn je.

Amador, Langen, Vierhäusergasse 1, Tel. 06103 50 27 13. www.restaurant-amador.de
Amesa, Mannheim, Flosswörthstraße 38, Tel. 0621 85 47 496. www.a-mesa.com
Fotos: Amador Archiv
Quelle www.fienholdbiss.de


Katastrophale Mai-Fröste!


Jahrgang 2011: katastrophale Mai-Fröste

Es ist so ziemlich das Schlimmste, was der deutschen Weinwirtschaft nach der extrem niedrigen Ernte des Vorjahres passieren konnte. Die verfrühten auftretenden Eisheiligen haben in der Nacht auf Mittwoch mit Spät-Frösten teilweise zu katastrophalen Schäden in den Weinbergen geführt. In Württemberg sind nach Angaben des Weinbauverbandes rund 30 Prozent der Rebflächen geschädigt. In einigen Regionen soll es sogar zu Totalausfällen gekommen sein. Besonders stark betroffen ist offenbar das Taubertal. Auch in Hessen sind Weinberge betroffen. In einzelnen Lagen sind bis zu 80 Prozent der Reben erfroren.


Foto: Dirk Würtz

Hans Helmut Schmitt von der Abteilung Agrarmeteorologie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Geisenheim:„Das ist eine mittlere Katastrophe.“ Minus 3,5 Grad Bodentemperatur hatte der DWD in der Nacht in hessischen Weinbaugebieten gemessen. An der Nahe und vor allem in Rheinhessen sind die Pflanzen, die bedingt durch das zeitweilig sommerliche Wetter im April gut 14 Tage in ihrer Vegetationsphase voraus waren, teilweise flächendeckend erfroren. Hier wurden bis zu 5 Grad minus gemessen. In Franken könnten bis zu 50 Prozent der Weinreben erfroren sein, das sagte Arthur Steinmann, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, dem Bayerischen Rundfunk. Einzelne Winzer beklagen sogar Frostschäden in ihren Weinbergen bis 90 oder 100 Prozent. Späte Rebsorten wie Bacchus und Riesling hätten den Frost laut Hermann Kolesch, Abteilungsleiter für Weinbau an der Landesanstalt gut überstanden.

Die Rheinzeitung in Koblenz zitiert Dr. Georg Hill vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück in Oppenheim, der sogar mit einem Totalausfall auf Tausenden von Hektar in Rheinhessen rechnet und ein ähnliches Bild in der Pfalz sieht . Besonders betroffen sei die rote Rebsorte Dornfelder, deren Triebe schon weit entwickelt, aber sehr empfindlich sind. Nach seinen Angaben konnten sich an vielen Orten Kaltluftseen bilden, weil gegen Mitternacht der Wind eingeschlafen ist und keine Durchmischung der bodennahen Kaltluft und der wärmeren Luft darüber stattfand. Eine so massive Schädigung durch Nachtfrost in der Austriebszeit habe es in Rheinhessen zuletzt 1997 gegeben. „Das ist so ein Vierteljahrhundertereignis“, meint Hill mit Blick auf die weit zurückreichenden Wetteraufzeichnungen.

Nicht ganz so hart scheint es die Winzer an der Mosel getroffen zu haben. Aber auch hier gibt es in einzelnen Weinlagen Schäden. Betroffen sind hier vor allem die Flachlagen. Walter Clüsserath aus Pölich rechnet laut einem Bericht des Trierischen Volksfreunds mit einem Ernteausfall von bis zu 50 Prozent. Das genaue Ausmaß der Schäden könne man, so Weinbauberater Wolfram Börker vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues, erst in einigen Tagen erkennen.

Quelle  http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3131



Weinprobe BRAIDA mit Dr. Norbert Reinisch


Mittwoch, 27. April 19-21 Uhr
Weinprobe Braida
Das Piemont kommt zu uns nach Bad Mergentheim!
Dr. Norbert Reinisch stammt von einem der renommiertesten Weingüter, nämlich Braida aus Rocchetta Tanaro in Italien. Er wird der Weinprobe beiwohnen und mit uns sein Sortiment verkosten. Nicht wenige Weinliebhaber weltweit sind der Meinung, dass der vielleicht beste Barbera aus dem Hause Braida stammt. Herr Dr. Reinisch wird die Probe mit einigen Anekdoten aus dem Piemont begleiten.

Preis: 15,00€/pro Person

Anmeldung unter 07931 563411 oder info@victoria-weine.de



Spargel und Wein – ein wunderbarer Begleiter!


Die Spargelzeit hat begonnen – überall in den Geschäften wird auch schon Deuscher Spargel angeboten.

Genießen Sie das edle Gemüse ganz klassich mit einer Sauce Hollandaise und neuen Kartoffeln. Wir würden Ihnen einen Grauerburgunder von Martin Wassmer empfehlen. Oder bereiten Sie einen Salat von weißem und grünem Spargel mit frischem Baguette.  Aus dem Victoria Weine Sortiment würde nun ein Silvaner Kabinett von Horst Sauer ganz besonders harmonieren.

Aber auch ein Spargelragout mit Bandnundeln oder Kartoffeln ist sehr schnell zubereitet, dann haben Sie mehr Zeit unseren Weißburgunder von Konrad Schlör zu probieren.

Elisabeth Lanig



Magazin DER FEINSCHMECKER vergibt Wein-Oscars 2011 WINE AWARDS für fünf Winzer und einen prominenten Weingourmet


Hamburg (ots) – Im Rahmen einer festlichen Gala wurden am Samstag, den 26. März 2011, auf “Schloss Bensberg” in Bergisch Gladbach zum 9. Male die begehrten WINE AWARDS vergeben: Mit diesen “Wein-Oscars” zeichnet die Zeitschrift DER FEINSCHMECKER alljährlich Winzerpersönlichkeiten aus aller Welt sowie prominente Zeitgenossen aus, die sich zum Weingenuss bekennen. Als “Weingourmet des Jahres” wurde diesmal der Intendant der Berliner Filmfestspiele (”Berlinale”), Dieter Kosslick geehrt, die Laudatio auf den Fein- und Weinschmecker hielt der Schauspieler Joachim Kròl. In Abwesenheit des erkrankten Preisträgers nahm der Hamburger Schauspieler Ulrich Tukur den Pokal entgegen.

Auch der erste Preis des Abends ging nach Deutschland: Für die exzellente Auswahl an Rotweinen aus dem Jahrgang 2008 überreichte Winzer Joachim Heger aus Baden den WINE AWARD “Kollektion des Jahres” an seinen Kollegen Ludwig Kreuzberg vom Weingut Kreuzberg in Dernau an der Ahr. Für den WINE AWARD “Newcomer des Jahres” hatte die “Feinschmecker”-Jury diesmal sechs Winzerinnen nominiert: Marion Ebner-Ebenauer vom gleichnamigen Weingut im österreichischen Weinviertel, Eva Fricke, Winzerin im Rheingau, Silvia Imparato vom Weingut Montevetrano in Kampanien (Italien), Emmanuela Paterianakis von der Domaine Paterianakis auf Kreta (Griechenland), Filipa Pato, FP Wines, Beiras (Portugal) und Frédérique Vayron, Château Bourgneuf in Pomerol (Frankreich). Laudator Gunnar Tietz, Sommelier im Berliner Restaurant “First Floor”, löste die Spannung auf: Den Pokal konnte Filipa Pato, die junge Winzerin aus Portugal, mit nach Hause nehmen.

Mit dem WINE AWARD “Winzer des Jahres” wurde der Inhaber des Champagner-Hauses Bruno Paillard, Monsieur Bruno Paillard, geehrt, den Pokal überreichte ein guter Freund des Preisträgers: Deutschlands berühmtester Barmann, Charles Schumann aus München. Auch für diesen WINE AWARD waren neben Paillard noch fünf weitere Winzer nominiert: Mariano Garcia, Bodegas Mauro, Castilla y León (Spanien), Yair Margalit, Margalit Winery, Caesarea (Israel), Werner Schönleber, Weingut Emrich-Schönleber, Nahe (Deutschland), Roland Velich, Weingut Moric, Neusiedlersee-Hügelland (Österreich) und Maurizio Zanella, Ca`del Bosco, Franciacorta (Italien).

Zu den Wein-Legenden zählt der Kultwein “Ornellaia” aus der Toskana längst, jetzt wurde der berühmte Rotwein aus der Nähe von Bolgheri mit dem WINE AWARD “Wein-Legende” ausgezeichnet. Den Preis übergab Champagner-Fürst Rémi Krug an Giovanni Geddes da Filicaja, Geschäftsführer auf dem Weingut Tenuta dell’ Ornellaia. Die weiteste Anreise zur Preisverleihung auf “Schloss Bensberg” hatte Nicolás Catena: Der Gründer und Chef des Weinguts Catena Zapata in Mendoza wurde von seinem jungen spanischen Kollegen Álvaro Palacios als Pionier des Weinbaus in Argentinien gerühmt und mit dem WINE AWARD “Lebenswerk – Lifetime Achievement” ausgezeichnet.

Die Weine der Preisträger, der Nominierten und Laudatoren konnten die rund 700 Gala-Gäste anschließend auf der Beletage von “Schloss Bensberg ” verkosten. In den Räumen und Sälen des Grandhotels kochten derweil die Spitzenköche der Althoff Residences auf – unter ihnen auch Nils Henkel (”Schlosshotel Lerbach”, Bergisch Gladbach), Joachim Wissler (”Schloss Bensberg”, Bergisch Gladbach) und Christian Jürgens (”Hotel Überfahrt”, Tegernsee). Nach dem traditionellen Feuerwerk im Hof von “Schloss Bensberg ” wurde die WINE AWARDS-Gala mit einem großen Festball bis weit nach Mitternacht fortgesetzt.

Weitere Informationen:
Dieter Braatz
Redaktion DER FEINSCHMECKER
Tel.: 0163-202 34 28
Fotos: Bildredaktion DER FEINSCHMECKER, Helgart Below,
Tel.: 040/2717-3721, E-Mail: helgard.below@der-feinschmecker.de

Pressekontakt:

Mona Burmester
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
JAHRESZEITEN VERLAG
Tel.: 040/2717-2493
Fax:  040/2717-2063
E-Mail: presse@jalag.de


Kulinarischer Abend am 25. März 2011 bei Victoria Weine


Welcher Wein ist der Richtige? Starten Sie ins Wochenende mit einem Gulasch-Abend bei Victoria Weine und dazu passenden Rotweinen. Wir probieren Weine, die kräftig, mild oder tanninbetont im Geschmack sind und diskutieren gemeinsam, welcher Wein am Besten mit dem Gericht harmoniert. Wir versprechen Ihnen einen gemütlichen kulinarischen Abend.